Zurück | Richtig Sitzen | 15.04.2026

Richtig sitzen

Informieren Sie sich hier über die wichtigsten Fakten rund ums Thema sitzen.

Fritz Leibundgut

Fritz Leibundgut
Gründer, Geschäftsleitung

Richtig sitzen – wie auswählen?

Jeder Stuhl hat seine mehr oder weniger variablen, physikalischen Eigenschaften. Aus dem gesamten Angebot soll einer ausgesucht werden, der am besten zum Körper und zum Einsatzgebiet passt.

Die Rückenlehne muss Ihre Rückenform in der gewünschten Sitzhaltung passend stützen und das Zurückkippen des Beckens verhindern. Ohne Rückenlehne sollte der Stuhl ein aktives Sitzen unterstützen, damit Ihre Sitzhaltung auch dann stimmt, wenn Sie nicht mehr daran denken.

Ihr neues Sitzmöbel sollten Sie mit grosser Sorgfalt, abgestimmt auf die persönlichen Anforderungen, auswählen. Nehmen Sie sich für eine fundierte Beratung die nötige Zeit und fragen Sie nach einem Testexemplar.

Wichtige Begriffe rund ums Sitzen

Aktives Sitzen

Bei aktivem Sitzen wird die Sitzhaltung durch Muskelaktivität «aktiv» stabilisiert. Bewegliches Sitzen wird dadurch zum Haltungstraining. Ein schrittweises Angewöhnen verhindert mögliche anfängliche Muskelüberlastung.

Dynamisches Sitzen

Unter dynamischem Sitzen versteht man bewegliches Sitzen, also das Wechseln zwischen verschiedenen Körperpositionen. Dazu gehört auch zwischenzeitliches Strecken und Räkeln.

Bewegung ist die Lösung

Sind Sie Kantensitzer? Falls Sie öfters nur die Sitzkante benutzen und die Rückenlehne arbeitslos hinten am Stuhl in die Luft ragt, dann überprüfen Sie Ihre Beckenhaltung sowie die Tauglichkeit und Einstellung des betreffenden Sitzmöbels. Wenn Sie den Drang haben, aktiv zu sitzen, dann sollte der Stuhl und die Arbeitsplatzgestaltung dies auch erlauben. Lassen Sie sich unverbindlich bei uns beraten.

Wichtiges über Bürostühle

Lassen Sie sich über alle Einstellungsmöglichkeiten instruieren und nutzen Sie diese mit den für Sie optimalen Einstellungen auch aus. Bei beweglichen Rücken- und/oder Sitzflächen die Federkraft dem Körpergewicht anpassen. Die Sitztiefe so einstellen, dass zwischen Kniekehle und Stuhlkante ein Spielraum von ca. 2–3 Fingerbreiten bleibt.

Was beim sitzenden Arbeiten zu beachten ist

Sorgen Sie für genügend Platz für Beine, Tastatur und Maus. Nutzen Sie die Einstellmöglichkeiten in folgender Reihenfolge:

  1. Sitzhöhe nach Beinlänge einstellen, so dass die Füsse bequem auf dem Boden stehen. Das Becken sollte oberhalb der Knie lagern (Sitzwinkel mehr als 90 Grad).
  2. Tischhöhe so einstellen, dass die Unterarme bei entspannter Haltung etwa waagrecht auf der Tischplatte aufliegen. Falls der Tisch zu hoch ist und nicht variiert werden kann, sollte beim Höherstellen des Stuhls auch eine entsprechend hohe Fussstütze verwendet werden. Falls der Tisch zu tief ist und nicht variiert werden kann, sollte der Stuhl eine besondere Lendenstützung auch bei einer zu tiefen Sitzhöhe bewirken können.
  3. Bildschirmhöhe so anpassen, dass die Oberkante auf Augenhöhe oder leicht darunter liegt und die Sehdistanz 60–80 cm beträgt (ca. 1 Armlänge).

Beim Sitzen möglichst oft leichte Bewegungen mit dem Becken ausführen oder einen Stuhl wählen, welcher das Becken auch bei passiver Sitzhaltung bewegt. Sorgen Sie auch am Arbeitsplatz für genügend Bewegung, indem Sie nicht alles in Griffnähe bereithalten, die Treppe statt den Lift benutzen und Pausen für Entspannungs- und Lockerungsübungen oder Augentraining nutzen.

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